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Und man kann doch in die Vergangenheit reisen

Bis vor einiger Zeit habe ich nich nicht wirklich daran geglaubt, doch die Menschen die ich vor etwas mehr als vier Jahren kennen gelernt habe, haben mir gezeigt, dass sich Zeitreisen defintiv lohnen. Ich habe den Vorteil, dass ich die Erfahrungen, die ich in der vergangenen Zeit gemacht habe, mitnehmen kann und mich einfach wieder wie 17 fühle. Der einzige Unterschied zu früher ist heute, dass ich mittlerweile registriert habe, zu welchem Menschen ich wirklich gehöre und wer immer für mich da war und wer mich immer zum lachen gebracht hat. Damit möchte ich nicht sagen, dass andere Menschen nicht für mich da waren, aber trotzdem ist er es, der das komplette Gegenteil von mir mist und dennoch zu mir gehört, wie die Luft zum atmen. Am Anfang hatte ich Angst, dass sich alles verändern würde und zwar in eine schlechte Richtung. Jetzt weiß ich, dass ich mich nicht falsch entschieden habe und man manchmal einfach etwas wagen muss. Es fühlt sich immer noch irreal an, aber ich bin glücklich, wirklich glücklich. Unter anderem vielleicht,weil ich jeden Morgen mit einem Lächeln im Gesicht aufwachen kann und weiß, dass da jemand ist, der mich immer auffangen wird. Ich bin mir auch vollkommen bewusst, dass es hier gerade klingt wie die letzte Schnulze, aber es ist mir vollkommen egal, weil ich lediglich das schreibe, was ich fühle

2011 ich komme und zwar mit Unterstützung und einer Crew die es verdammt nochmal drauf hat. Jeder einzelne von ihnen ist Gold wert, auf seine Art und Weise

1 Kommentar 8.1.11 22:06, kommentieren

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Feiertage und andere Probleme

Der Koffer ist fast fertig gepackt und eigentlich sollte ich mich langsam in Richtung Bett bewegen. Dummerweise musste mir ausgerechnet vor 10min einfallen, dass ich meinen Pony noch neu färben sollte, da er nicht unbedingt "verwandtengerecht" ist. Pink kommt bei älteren Menschen irgendwie nicht so gut an und schon gar nicht als Haarfarbe. Morgen früh um kurz vor 7 geht's dann endlich los Richtung Luxemburg. Irgendwie ist es die Zeit im Jahr, auf die ich mich am meisten freue. Dieses Jahr habe ich mich sogar relativ früh entschieden über Silvester zu bleiben, was mir mittlerweile mehr oder weniger zum Verhängnis geworden ist. Es heißt nämlich, dass ich auf meinen Freund verzichten muss. Es ist das erste Weihnachten und das erste Silvester an dem ich in einer Beziehung bin und ausgerechnet jetzt bin ich zwei Wochen von ihm getrennt. Aber bis jetzt habe ich alles überlebt. Sogar ein gebrochenes Herz. Wie auch immer. Ich freue mich riesig auf alle Luxemburger und geh jetzt dann wohl doch in mein Bett, sobald die Farbe ausgewaschen ist. 

22.12.10 21:33, kommentieren

It has been said...

Ich habe die ganzen 21 Jahre lang, die ich mittlerweile auf der Welt bin, nie an mir selber gezweifelt oder an dem was ich tue ( zumindest in dem Moment) und jetzt bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich mich Frage ob meine Mutter weiß wer ich bin und und ob sie sich bewusst ist, dass ich existiere, da sie es immerhin war, die mich auf die Welt gebracht hat.

Jeder vernünftige Mensch fragt sich jetzt sicherlich, warum ich mit 21 Jahren noch so einen Aufstand um solche Kleinigkeiten mache. Ich bin auf dem Papier erwachsen,aber fühle mich zum Teil noch wie ein kleines Kind. Vielleicht liegt es daran, dass ich keine so rosige Kindheit hatte wie manch anderer, mir es aber durchaus noch schlechter ergehen hätte können. Mein Vater hat sich in dem Jahr umgebracht, in dem ich 7 Jahre alt wurde und unter anderem eingeschult wurde. Meine Einschulung muss damals wie ein Film an meiner Mutter vorbei gezogen sein, wie eigentlich ihr komplettes Leben. Ganz im Gegensatz zu mir. Welche Ausffassung vom Tod hat man schon im Alter von 6 Jahren? Man realisiert zwar, dass der Mensch nie wieder kommen wird, aber meiner Meinung nach, hat man zu diesem Zeitpunkt noch ein ganz anderes Gefühlsempfinden, wie beispielsweise einer Erwachsener. Ich kannte meinen Vater also gerade mal 6 Jahre und kann heute trotzdem sagen, dass wir, auch wenn es hart klingt, ohne ihn besser dran sind. Natürlich war es damals ein Schock und ist es heute immer noch, wenn man realisiert, dass die Familie auseinander gerissen wurde.

Als dann noch vor ein paar Jahren der Krebs bei meiner Mutter diagnostiziert wurde, war die Welt schon wieder fast am untergehen. Wir hatten Angst und gingen davon aus, dass sie nicht einmal mehr 6 Monate zu leben hätte. Gott sei Dank hat sich dies nicht bestätigt. Mittlerweile ist sie auf extem gesunde Kost umgestiegen und versucht alle "krebsfördernden" Dinge aus ihrem Leben zu lassen. Die Nachricht der Krankheit löste in meinem Kopf ein regelrechtes Horrorszenario aus. Als damals mein Vater starb, schlug ich im wahrsten Sinne des Wortes, vollkommen über die Stränge. Ich bekam sofort Panik, dass sich alles wiederholen würde. Es baute sich eine höllische Angst in mir auf, dass ich meine Mutter verlieren würde und dann komplett versagen würde. Sobald sie auch nur 10min später als normal nach hause kam, hing ich am Telefon und gab vor irgendwas wissen zu wollen. In Wirklichkeit wollte ich einfach nur ihre Stimme hören und Gewissen haben, dass es ihr gut geht. Es dauerte lange bis ich mir dieses Verhalten selber eingestehen konnte. Meine Mutter merkte nichts davon, wie ich herausfand, als ich ihr davon erzält habe. Vielleicht find ihr Desinteresse schon früher an, als ich vermute. Mittlerweile habe ich das Gefühl, einfach kein Teil mehr von ihrem Leben zu sein oder ihr vollkommen fremd zu sein. 

Es sind immer wieder die kleinen Dinge im Alltag die mich so langsam an meiner eigenen Existenz zweifeln lassen. Was besagt nochmal die Chaostheorie? " It has been said that something as small as the flutter of a butterflys wing, can ultimately cause a typhon halfway around the world". Ein simples Beispiel ist mein im Juni bevorstehender Abiball. Nach 14 Jahren habe ich es endlich bis zum Abitur geschafft und ich freue mich seit einer Ewigkeit auf diesen Ball. Fast schon wie ein Teenager aus einem amerikanischen Teeniefilm, der sich eigentlich sein ganzes Leben lang nur auf seinen Abschlussball vorbereitet. Natürlich weiß ich, dass der Ball nicht DAS Ereignis im Leben seines Kindes ist, was wirklich ausschlaggebend ist, aber wie gesagt ich freue mich riesig darauf. Ich hab meiner Mutter also vor einigen Tagen das genaue Datum genannt und ihr Kommentar war nur. "Ich hab da kein Bock drauf". Zugegeben, es klingt ein bisschen assozial, was meine Mutter defintiv nicht ist, aber ich war wirklich enttäuscht. Bereits mit 16 bin ich alleine zu meinem Tanzkursabschlussball gegangen und es war defintiv eine Erfahrung, die ich niemandem wünsche. Mit dem Abiball würde sie mir einen Teil meiner "Kindheit" wieder schenken, weil ich keine richtige hatte, Dank dem frühzeitigen Ableben meines Vaters. Ich habe mit 7 bereits auf meine zwei jüngeren Geschiwster ausfgepasst und habe halb einen Haushalt geschmissen. Vielleicht ist sie sich dessen einfach nicht bewusst. Natürlich kann man nicht in mich reinschauen, aber als meine Mutter könnte sie mich doch wenigstens so weit kennen, dass sie weiß, wieviel es mir bedeuten würde.

Im Endeffekt möchte ich nur sagen, dass ich einfach wieder das Gefühl haben möchte, dass ich lebe und jemand bin.

 

 

17.12.10 17:47, kommentieren

Knapp über 0° & trotzdem krank ...

Warum war ich nur so naiv und habe geglaubt, dass die schlimmsten Schmerzen mit dem ziehen der Weißheitszähne Vergangeheit sein würden? Ich wurde eines Besseren belehrt. Blasenentzündung ahoi. Dabei war ich wirklich immer warm angezogen in den letzten Tagen. Normalerweise renn ich auch nicht halb nackt durch die Gegend, wie manch andere Damen, aber es ist wirklich un berechtigt, dass ich ausgerechnet jetzt eine Blasenentzündung habe.

Man nehme also ein Messer, ramme sich dieses in den Unterleib und drehe es dann noch ein paar Runden um. Voilà schon hat man die Schmerzen einer Blasenentzündung. Dank meiner Hausärztin werde ich heute Nacht vielleicht endlich mal wieder schlafen können, weil Antibiotika ja angeblich Wunder wirken sollen. Eigentlich bin ich ja nicht so für Götzenanbetung, aber vielleicht muss ich der Pharmaindustrie, die eigentlich alles und jeden bescheißt, doch noch ein Denkmal bauen. Ich solle mich warm halten, aber Stauwärme vermeiden. Super, meine Wahl fällt also entweder auf den Fußboden, da wir Gott sei Dank eine Fußbodenheizung haben, oder auf eine Wärmedecke, die ich mir hätte heute dann vielleicht gleich kaufen sollen. Irgedwie habe ich Angst vor diesen Wärmedecken. Vielleicht fangen sie nachts an zu brennen und zugegeben, es wäre dann ja keine Stauwärme, aber die restlichen Folgen möchte ich mir gar nicht ausmalen.

Da ich von Natur aus ein Mensch bin, der alles mit Vorsicht genießt, habe ich heute also beschlossen, die nächsten Tage mein Bett zu hüten und mir sinnlos irgendwelche TV-Serien anzuschauen. Wahnsinnig prikelnde Aussicht, wenn man bedenkt, dass ich auch in der Schule sitzen könnte, um meinen Bildungshorizont zu erweitern. Schade eigentlich. Jetzt muss ich nur noch ein Thema finden, über das ich mich hier auslassen könnte und schon wäre mein morgiger Vormittag gerettet.

 

xoxo

1 Kommentar 22.11.10 20:28, kommentieren

Weinende Mädchen

Klogespräche sind vorallem Samstag abends immer wahnsinnig interessant, aber nur wenn es nicht die eigenen sind.

Da stand ich also. In der Kloschlange. Mein einziger Gedanke war eigentlich nur: beeilt euch da drin! Vor mir zwei ach-so-tolle Gören. Wahrscheinlich gerade 18 geworden und so haben sie sich auch verhalten. Ich weiß nicht ob sie angetrunken waren, oder einfach von Natur aus so viel sinnloses Zeug von sich geben. Am Anfang ihrer Unterhaltung bzw. ab dem Teil, ab dem ich zuhören konnte, ging es um einen Freund von ihnen, den die eine der beiden wohl mit irgendeiner x-beliebigen "Tussi" verkuppeln will oder wollte ( ich hab nicht so ganz mitbekommen, ob ihr Plan noch läuft oder es schon passiert ist). Naja auf jeden Fall finf sie so an zu erzählen, dass sie zu ihm gesagt habe, sie würde ihm jetzt eine Freundin suchen. Alles klar, dachte ich mir und versuchte mir vorzustellen wie der Typ wohl aussehen musste, dass er das nicht alleine hinbekommt. Nachdem ich nach diesem Gedankengang dann festgestellt habe, dass er gar nicht gut aussehen kann, wenn er sich verkuppeln lassen will, hörte ich den beiden weiter zu. Die Kuppeltussi meinte dann, dass sie irgendwann einfach wahrlos auf irgendeine weibliche Person auf der Tanzfläche gezeigt habe und ihr Freund zu ihrem Verhängnis, die gute Frau auch noch mit Namen kannte."Ach du meinst xxx" "Ja genau.xxx." Entschuldigung, aber wie bescheuert ist das denn bitte? Ich behaupte doch nicht einfach, dass ich das ausgewählte "Objekt" auch kenne, nur weil er zufällig ihren Namen weiß. Irgendwie war er dann aber nicht interessiert und das Gesprächsthema wurde gewechselt. Die zweit der zwei tauben Nüsse hatte nämlich ein Mädchen entdeckt, die ca. 5m entfernt auf den untersten Stufen einer Treppe saß und weinte. Ihr, mit der Situation vollkommen überforderter, Begleiter saß neben ihr und hatte den Arm um sie gelegt. Sofort ging das Spekulieren los:"Ist das ihre Freund?" "Ja ich glaub schon,weil er glaub ich gearde Schatz gesagt hat." "Die Arme,ich find die voll putzig wie sie da sitzt und weint." "Was ist denn daran bitte putzig?" "Keine Ahnung, ich find's halt irgendwie süß." Herr lass Hirn regnen. Was kümmert euch ne Heulende? Wahrscheinlich hatte sie einfach nur zu viel getrunken und hat sie somit selbst ins emotionale Aus geschossen. Der Begleiter,Freund oder was auch immer, kann in der Situation auch nicht mehr wirklich viel machen, außer daneben sitzen und eideidei machen. Was daran allerdings putzig oder süß sein sollte, habe ich auch nicht so ganz verstanden. Einerseits frage ich mich immer was in den Köpfen solcher hohlen Nüsse vorgeht und andereseits will ich es auch gar nicht wissen, weil ich Angst habe auf Leere zu treffen. Kann man sich nicht einfach still in eine Schlange stellen oder wenn dann, einfach nur über die Männer reden, die aufs Klo nebenan gehen? Was interessieren mich heulende Weiber oder verzweifelte Freunde? Abgesehen davon, haben die zwei so laut geredet, dass man praktisch zuhören musste und ihrem Gedankenbrei gar nicht entfliehen konnte.

Dann die Erlösung: zwei Klotüren gehen auf und das schlaue Duo entschied sich, zusammen in eine Kabine zu gehen. Mein Glück.

 

xoxo

3 Kommentare 21.11.10 14:15, kommentieren

Start something new.

Aller Anfang ist schwer und so vermutlich auch der des bloggens. Ich habe beschlossen einfach mal drauf loszuschreiben und zu schauen was passiert.

Ich bin 21 Jahre alt und komme aus Stuttgart. Viel kann ich nicht über diese Stadt erzählen, weil sie mich noch nie wirklich interessiert hat und es vermutlich auch nie tun wird. Meistens meide ich sie so gut es geht und wenn ich dann doch mal in die Innenstadt muss, achte ich darauf, dass ich meine Dinge so schnell wie möglich erledige.

Momentan besuche ich die 13.Klasse eines Gymnasiums und schreibe ab März mein Abitur. Bis jetzt kümmert mich das nicht sonderlich, weil ich einfach noch zu viel unterwegs bin und alles für wichtiger halte, als das Lernen. Eigentlich sollte man mit 21 wenigstens einen Funken Verstand und Vernunft ausweisen, bei mir jedoch kann man da lange suchen. Natürlich könnte ich mich zusammenreißen und etwas produktives tun, aber wie gesagt: ich sehe es momentan einfach nicht wirklich ein. Seit 2 Tagen habe ich immerhin ein neues Ziel vor Augen und habe mit meinem Gewissen vereinbart,dass ich studieren möchte. Glücklicherweise habe ich sogar schon den perfekten Studiengang für mich gefunden. Jetzt sollte das ganze nur noch in meinem Gehirn ankommen und dieses sollte dann schnellstmöglich, den Bereich aktivieren der für das lernen zuständig ist.

Richtige Hobbies habe ich nicht mehr wirklich, weil ich gesundheitbedingt vor ca. 2 Jahren mit dem Reitsport aufhören musste und damals für mich mehr oder weniger eine Welt unterging. Ich bin mit Pferden aufgewachsen und konnte sie mir eigentlich nie aus meinem Leben wegdenken.Bis zum Tag X. Jetzt habe ich noch hin und wieder die Gelegenheit mich aufs Pferd setzen zu können, aber mittlerweile fehlt mir die Zeit, bzw. nehm ich sie mir nicht mehr. Ein Pferd beansprucht Zeit. Jede Menge Zeit. Dank meiner Faulheit, schaffe ich es nichtmal mehr ein paar Stunden in der Woche für ein Lebewesen einzuplanen und ich vermisse die Lebewesen immer mehr. Sie waren bis jetzt immer mein Fels in der Brandung, der mich auf andere Gedanken kommen lässt und mich vorallem mal den ganzen Stress abbauen lässt. Nunja wie auch immer. Meine Freizeit verbringe ich entweder vor dem PC oder bei meinem Freund,der mindestens genauso viel Zeit in Anspruch nimmt, wie es ein Pferd tun würde und mit zwei Pferden würde ich definitiv nicht klar kommen.

Warum ich anfange einen öffentlichen Blog zu führen, wüsste ich gerade selber gerne. Ich blogge eigentlich seitdem ich 14 bin und da ich abgesehen davon noch eine Schwäche fürs Schreiben habe, dachte ich, dies ist die beste Variante meinen Gedanken Luft zu machen. Viel zu oft gehen mir einfach 100 Sachen im Kopf rum und ich hab nur noch den Drang es irgendwo ausfzuschreiben. Tagebücher sind mittlerweile out, also musste ein Blog her

 

Anfangen möchte ich mit einem Thema, dass mich jeden Tag aufs Neue aufregt. Die immer unfreundlicher werdende Jugend. Ich weiß, dass ich selber erst 21 Jahre alt bin und nicht die wahnsinns Lebenserfahrung habe, aber dennoch möchte ich an dieser Stelle mal darüber "abkotzen". Es ist ja auch nicht so, dass ich selber der unschuldigste Mensch auf der Erde bin, der nie etwas ausfrisst und immer höflich zu allen ist, aber wenn ich mir in der Pause von Kindern die maximal 12 Jahre alt sind, Dinge wie: "Geh weg!" oder "Platz da!" anhören kann, dann frage ich mich schon ob hier irgendwas falsch läuft.

Als ich damals in dem Alter war, hätte ich mich niemals getraut so mit jemandem zu sprechen, der fast 10 Jahre älter ist als ich es bin. Wo ist der Respekt hin den man den älteren gegenüber einmal hatte? Haben solche Kinder überhaupt noch Erziehung oder kann man sie gleich als Schlüsselkinder abstempeln, deren Leben teilweise schlechter als das einer Katze ist? Immerhin gehe ich auf ein Gymnasium, wo man immerhin noch ein wenig Anstand erwarten könnte! Wahrscheinlich sind das die Kinder, die mit 13 das erste mal betrunken sind und mit 14 bereits kiffen. Zwar habe ich keine Komplexe, die mir das Gefühl vermitteln, dass ich ein Elternteil bin, aber trotzdem macht man sich Gedanken über solche Kinder. Meistens fange ich automatisch damit an, die Kinder mit mir zu vergleichen. Mit 13 Jahren war ich noch jeden Tag so lang es ging im Reitstall und habe noch nichtmal ansatzweise darüber nachgedacht, mir einen Schülerausweiß zu fläschen, um am Abend in irgendeine Disko zu kommen. Was geht in den Köpfen dieser Kinder vor? Warum wollen immer alle älter sein, als sie es sind? Damit ihr Leben mit 18 schon so ist, als wären sie 60? Tolle Aussichten. Ganz ehrlich.

Ebenso unverantwortlich finde ich das Handeln der Eltern. Mir scheint es so, als würden immer mehr Kinder auf der Straße rumlungern und dort vor sich hinvegetieren, während die Eltern weiß der Teufel was machen. Wozu gibt es Tagesmütter? Wozu die Kernzeit? Und wozu den Hort? Natürlich ist alles mit Geld verbunden, aber lieber ein paar Euro mehr im Monat zahlen und wissen, dass das Kind aufgehoben ist und nicht verkommt, wie später mit den Folgen kämpfen zu müssen. Können bitte alle Eltern so denken und ihre Kinder von der Straße holen? Ich bin es leid mir zusätzlich zu dem Schulstress auch noch jeden Tag Unverschämtheiten in der Pause anhören zu müssen. Die Pausen sollen zum entspannen da sein und nicht damit verbracht werden, sich über Pöbeleien aufzuregen.

Ich danke meiner Mutter jeden Tag aufs Neue, dass sie mich hat nicht so verkommen lassen und teilweise wirklich streng war, was das Weggehen angeht. Wahrscheinlich würde ich sonst mit einer Spritze im Arm an einem beliebigen Straßeneck liegen und feststellen, dass es langsam mit mir zu ende geht. Ich kann mit Stolz sagen: ich habe mein Leben noch vor mir!

 

xoxo

18.11.10 20:32, kommentieren