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Aller Anfang ist schwer und so vermutlich auch der des bloggens. Ich habe beschlossen einfach mal drauf loszuschreiben und zu schauen was passiert.

Ich bin 21 Jahre alt und komme aus Stuttgart. Viel kann ich nicht über diese Stadt erzählen, weil sie mich noch nie wirklich interessiert hat und es vermutlich auch nie tun wird. Meistens meide ich sie so gut es geht und wenn ich dann doch mal in die Innenstadt muss, achte ich darauf, dass ich meine Dinge so schnell wie möglich erledige.

Momentan besuche ich die 13.Klasse eines Gymnasiums und schreibe ab März mein Abitur. Bis jetzt kümmert mich das nicht sonderlich, weil ich einfach noch zu viel unterwegs bin und alles für wichtiger halte, als das Lernen. Eigentlich sollte man mit 21 wenigstens einen Funken Verstand und Vernunft ausweisen, bei mir jedoch kann man da lange suchen. Natürlich könnte ich mich zusammenreißen und etwas produktives tun, aber wie gesagt: ich sehe es momentan einfach nicht wirklich ein. Seit 2 Tagen habe ich immerhin ein neues Ziel vor Augen und habe mit meinem Gewissen vereinbart,dass ich studieren möchte. Glücklicherweise habe ich sogar schon den perfekten Studiengang für mich gefunden. Jetzt sollte das ganze nur noch in meinem Gehirn ankommen und dieses sollte dann schnellstmöglich, den Bereich aktivieren der für das lernen zuständig ist.

Richtige Hobbies habe ich nicht mehr wirklich, weil ich gesundheitbedingt vor ca. 2 Jahren mit dem Reitsport aufhören musste und damals für mich mehr oder weniger eine Welt unterging. Ich bin mit Pferden aufgewachsen und konnte sie mir eigentlich nie aus meinem Leben wegdenken.Bis zum Tag X. Jetzt habe ich noch hin und wieder die Gelegenheit mich aufs Pferd setzen zu können, aber mittlerweile fehlt mir die Zeit, bzw. nehm ich sie mir nicht mehr. Ein Pferd beansprucht Zeit. Jede Menge Zeit. Dank meiner Faulheit, schaffe ich es nichtmal mehr ein paar Stunden in der Woche für ein Lebewesen einzuplanen und ich vermisse die Lebewesen immer mehr. Sie waren bis jetzt immer mein Fels in der Brandung, der mich auf andere Gedanken kommen lässt und mich vorallem mal den ganzen Stress abbauen lässt. Nunja wie auch immer. Meine Freizeit verbringe ich entweder vor dem PC oder bei meinem Freund,der mindestens genauso viel Zeit in Anspruch nimmt, wie es ein Pferd tun würde und mit zwei Pferden würde ich definitiv nicht klar kommen.

Warum ich anfange einen öffentlichen Blog zu führen, wüsste ich gerade selber gerne. Ich blogge eigentlich seitdem ich 14 bin und da ich abgesehen davon noch eine Schwäche fürs Schreiben habe, dachte ich, dies ist die beste Variante meinen Gedanken Luft zu machen. Viel zu oft gehen mir einfach 100 Sachen im Kopf rum und ich hab nur noch den Drang es irgendwo ausfzuschreiben. Tagebücher sind mittlerweile out, also musste ein Blog her

 

Anfangen möchte ich mit einem Thema, dass mich jeden Tag aufs Neue aufregt. Die immer unfreundlicher werdende Jugend. Ich weiß, dass ich selber erst 21 Jahre alt bin und nicht die wahnsinns Lebenserfahrung habe, aber dennoch möchte ich an dieser Stelle mal darüber "abkotzen". Es ist ja auch nicht so, dass ich selber der unschuldigste Mensch auf der Erde bin, der nie etwas ausfrisst und immer höflich zu allen ist, aber wenn ich mir in der Pause von Kindern die maximal 12 Jahre alt sind, Dinge wie: "Geh weg!" oder "Platz da!" anhören kann, dann frage ich mich schon ob hier irgendwas falsch läuft.

Als ich damals in dem Alter war, hätte ich mich niemals getraut so mit jemandem zu sprechen, der fast 10 Jahre älter ist als ich es bin. Wo ist der Respekt hin den man den älteren gegenüber einmal hatte? Haben solche Kinder überhaupt noch Erziehung oder kann man sie gleich als Schlüsselkinder abstempeln, deren Leben teilweise schlechter als das einer Katze ist? Immerhin gehe ich auf ein Gymnasium, wo man immerhin noch ein wenig Anstand erwarten könnte! Wahrscheinlich sind das die Kinder, die mit 13 das erste mal betrunken sind und mit 14 bereits kiffen. Zwar habe ich keine Komplexe, die mir das Gefühl vermitteln, dass ich ein Elternteil bin, aber trotzdem macht man sich Gedanken über solche Kinder. Meistens fange ich automatisch damit an, die Kinder mit mir zu vergleichen. Mit 13 Jahren war ich noch jeden Tag so lang es ging im Reitstall und habe noch nichtmal ansatzweise darüber nachgedacht, mir einen Schülerausweiß zu fläschen, um am Abend in irgendeine Disko zu kommen. Was geht in den Köpfen dieser Kinder vor? Warum wollen immer alle älter sein, als sie es sind? Damit ihr Leben mit 18 schon so ist, als wären sie 60? Tolle Aussichten. Ganz ehrlich.

Ebenso unverantwortlich finde ich das Handeln der Eltern. Mir scheint es so, als würden immer mehr Kinder auf der Straße rumlungern und dort vor sich hinvegetieren, während die Eltern weiß der Teufel was machen. Wozu gibt es Tagesmütter? Wozu die Kernzeit? Und wozu den Hort? Natürlich ist alles mit Geld verbunden, aber lieber ein paar Euro mehr im Monat zahlen und wissen, dass das Kind aufgehoben ist und nicht verkommt, wie später mit den Folgen kämpfen zu müssen. Können bitte alle Eltern so denken und ihre Kinder von der Straße holen? Ich bin es leid mir zusätzlich zu dem Schulstress auch noch jeden Tag Unverschämtheiten in der Pause anhören zu müssen. Die Pausen sollen zum entspannen da sein und nicht damit verbracht werden, sich über Pöbeleien aufzuregen.

Ich danke meiner Mutter jeden Tag aufs Neue, dass sie mich hat nicht so verkommen lassen und teilweise wirklich streng war, was das Weggehen angeht. Wahrscheinlich würde ich sonst mit einer Spritze im Arm an einem beliebigen Straßeneck liegen und feststellen, dass es langsam mit mir zu ende geht. Ich kann mit Stolz sagen: ich habe mein Leben noch vor mir!

 

xoxo

18.11.10 20:32

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